Karl-Jaspers-Klinik
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Die große Schar der neuen Schülerinnen und Schüler passte so eben auf die Treppe im Schulgebäude. Geschäftsführer Axel Weber, Schulleiterin Ruth Wienöbst, Klinikpflegeleiter Dirk Tenfelde und Kursleiterin Annegret Wöste (alle obere Reihen) begrüßten die Neuzugänge an ihrem ersten Tag in der Schule. Foto:Janna Hadtstein
Neuer Jahrgang startet in die Ausbildung
Schülerinnen und Schüler beginnen an der KJK-Gesundheits- und Krankenpflegeschule
24 junge Frauen und Männer haben Anfang April ihre Ausbildung zu Gesundheits- und KrankenpflegerInnen an der Karl-Jaspers-Klinik begonnen. Geschäftsführer Axel Weber, Schulleiterin Ruth Wienöbst, Klinikpflegeleiter Dirk Tenfelde und Kursleiterin Annegret Wöste begrüßten die Schülerinnen und Schüler in der Schule der Karl-Jaspers-Klinik.
Auf die neuen Eleven wartet zunächst einige Wochen Blockunterricht, bevor sie ihren ersten Einsatz auf Station erleben. Im zweiten Ausbildungsjahr gehen sie an benachbarte Krankenhäuser, um die somatischen Krankheitsbilder kennen zu lernen. Die Ausbildung führt aber auch in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie zum Abschluss des allgemeinen „Gesundheits- und Krankenpflegers“. Eine psychiatrische Fachpflegeausbildung können die examinierten PflegerInnen später draufsatteln.
Bei öffentlichen Veranstaltungen der KJK, wie zum Beispiel beim 4. KJK-Sommerlauf (5.6.13) und dem Sommerfest (4.9.13) sind die SchülerInnen eine unersetzliche Hilfe und Unterstützung. Auch der neue Jahrgang darf sich also darauf freuen, neben dem reinen Büffeln etwas zum Gemeinschaftsleben in der Karl-Jaspers-Klinik beizutragen.
Fortbildungen
Vorschau: Mittwoch, 24. April 2013, Fortbildung „Mutter-Kind-Behandlung“ ReferentInnen: Prof. Dr. Hannelore Lier-Schehl, LWL-Klinik Herten, „Die Mutter-Säuglingsbehandlung in der Psychiatrie - ein bindungsförderndes Konzept"; Dr. Christian Figge, Geschichte und aktuelles Konzept der Mutter-Kind-Einheit in der Karl-Jaspers-Klinik, 17-19 Uhr, Festsaal, anschließend Gespräch und Austausch beim Imbiss Die Veranstaltungen werden von der Ärztekammer Niedersachsen mit Fortbildungspunkten anerkannt. Es werden Einladungen mit weiteren Informationen verschickt. Weitere Informationen zur Ärztlichen Weiterbildung in der Karl-Jaspers-Klinik finden Sie hier ...
Die Karl-Jaspers-Klinik setzt die Reihe der Fortbildungsveranstaltungen für Mediziner, Psychologen und andere Berufsgruppen fort. Dazu laden Geschäftsführer Axel Weber und Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Brieden herzlich ein.
KJK verabschiedet Pfarrer Franz Bögershausen nach 38 Jahren – Begrüßung des neuen Seelsorgers Bruno Korbmacher

KJK-Geschäftsführer Axel Weber (rechts) verabschiedete Pfarrer Franz Bögershausen (Mitte) aus der katholischen Seelsorge an der Karl-Jaspers-Klinik und begrüßte als „Neuen“ den Diakon Bruno Korbmacher. Foto: Wündisch-Konz
(Bad Zwischenahn, 29.01.13) Den Staffelstab weitergeben – dieses sportliche Bild passt auf die beiden katholischen Seelsorger an der Karl-Jaspers-Klinik (KJK), denn Franz Bögershausen und Bruno Korbmacher sind beide passionierte Läufer. Pfarrer Bögershausen wurde nun nach 38 Jahren Krankenhausseelsorge durch KJK-Geschäftsführer Axel Weber in den Ruhestand verabschiedet. Diakon Korbmacher hat ihn zu Beginn des Jahres als Seelsorger im Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie abgelöst.
Geschäftsführer Weber und Pflegedienstleiterin Monika Jüttner dankten Pfarrer Franz Bögershausen und betonten, wie wichtig die Präsenz der Seelsorgerinnen und Seelsorger im Krankenhaus sei. Diese seien für die Patientinnen und Patienten, aber auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da. „Natürlich ist der unternehmerische Erfolg eines Krankenhauses wichtig. Doch Sie stehen auch für andere ethische und menschliche Werte“, sagte Weber. In der Karl-Jaspers-Klinik sind zwei evangelische und ein katholischer Seelsorger für rund 550 Patienten und 800 Mitarbeiter zuständig. Sie sind bei ihrer jeweiligen Kirche angestellt.
Bögershausen berichtete auch von der Scham mancher Patienten darüber, dass sie sich in der Psychiatrie aufhielten. „Erzählen Sie es bloß nicht in meinem Dorf, und erst recht nicht meinem Pfarrer!“, hatte ihm ein junger Mann eingeschärft. Anfänglich hatte es im Niedersächsischen Landeskrankenhaus Wehnen noch keine Kapelle gegeben. Sie wurde 1986 vom Förderkreis und den beiden großen Kirchen gestiftet. So hielt Bögershausen in den ersten Jahren noch im Festsaal Gottesdienste ab.
„Ich habe hier gelernt, anders zu predigen“, erzählte der 75-Jährige, „ich schaue den Patienten in die Augen und höre ihnen zu. Ich verkünde keine Dogmen. Er bedankte sich für das „Wohlwollen der Geschäftsführung“ und die immer freundliche Unterstützung durch die Mitarbeiter des Hauses.
Ein Wiedersehen mit dem begeisterten Läufer Franz Bögershausen in der KJK ist gewiss: beim 4. KJK-Sommerlauf am 5. Juni 2013. Zum Abschied bekam er die Startnummer 1 geschenkt.
Nadine Balzani, Auditorin der Gütegemeinschaft Ernährungskompetenz, überreicht KJK-Küchenchef Markus Kuban das RAL-Gütezeichen.
Fast die Höchstpunktzahl für gutes Essen und Ernährungsberatung
(Bad Zwischenahn, 15.01.13) Hochwertige Vollverpflegung und qualifizierte Ernährungsberatung: Die Zentralküche der Karl-Jaspers-Klinik ist kürzlich mit dem RAL-Gütezeichen für „Kompetenz richtig Essen“ der Gütegemeinschaft Ernährungskompetenz e.V. ausgezeichnet worden. Das Zeichen steht für eine solide Speisen- und Beratungsqualität in der Karl-Jaspers-Klinik und eine qualitativ hochwertige Verpflegung der Patientinnen und Patienten und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das Team der Zentralküche unter Leitung von Küchenchef Markus Kuban wurde in einer Begehung sorgfältig geprüft und erreichte 86 von 88 Gesamtpunkten. Die Küche der KJK konnte in den Bereichen Team/Fachkräfte, Ernährungsinformation/-beratung/-therapie, Betrieb (Hygiene, Speiseplan, Auswahl, Qualität und Verarbeitung der Lebensmittel) sowie Zufriedenheit der Gäste mit einem ausgezeichneten Gesamtergebnis überzeugen.
Geschäftsführer Axel Weber bedankte sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihr Engagement und die hervorragende Leistung. „Essen ist für alle Menschen wichtig, besonders gesundes und ansprechend zubereitetes Essen. Viele Patienten benötigen auch eine qualifizierte Ernährungs- oder Diätberatung. Daher freuen wir uns sehr über diese Anerkennung unserer hohen Qualitätsstandards.“
Die Gütekriterien für die Ernährungskompetenz verbinden wissenschaftliche ernährungsmedizinische Erkenntnisse mit den aktuellen Verbraucherbedürfnissen. RAL-Gütezeichen werden vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (ehemals: Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen, RAL) verliehen. Sie haben eine lange Tradition und sind auch in vielen Bereichen der industriellen Produktion zu finden.
Wieder mehr als 100 Mitarbeiter/innen der KJK beteiligt – 35 Erstspender
Die zweite Blutspende-Aktion des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Karl-Jaspers-Klinik am vergangenen Donnerstag, 10. Januar 2013, ist wieder sehr gut angenommen worden. Insgesamt zählten die Veranstalter 108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik, die ihr Blut spendeten. Erfreulich war auch die hohe Zahl an Erstspendern von 35. Nach ihrer Spende durften sich alle an leckerem Grünkohl mit Pinkel stärken, der von der KJK-Zentralküche gekocht worden war.
„Wir haben hier ideale Bedingungen für eine Blutspende“, meinte DRK-Gebietsreferent Joachim Rose und bedankte sich bei der Geschäftsführung der Karl-Jaspers-Klinik, die den Festsaal zur Verfügung gestellt hatte. KJK-Krankenpfleger Jens Schlimbach, der beim DRK ehrenamtlich mitarbeitet und auf dessen Idee die interne Mitarbeiter-Blutspende zurückgeht, fasste zusammen: „Es war wieder einmal ein reibungsloser Ablauf, der Spaß machte - mit einem Ergebnis, das sich sehen lassen kann.“
An der ersten Blutspendeaktion in der KJK im August 2012 waren sogar fast 150 Spender/innen beteiligt. Schlimbach hofft, dass sich die Zahl bei etwa 100 Blutspendern einpendeln werde. Die Blutspende-Aktion soll in Zukunft regelmäßig zwei Mal im Jahr in der Karl-Jaspers-Klinik stattfinden. Der nächste Termin liegt im Juli.
Dieses Mal beteiligte sich das Ammerland-Hospiz mit einem Informationsstand zum Thema „Sterben und Sterbebegleitung“.

Die KJK-Mitarbeiter Uwe Lemcke (vorne) und Christian Brandt aus der Technischen Abteilung spenden ihr Blut im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik. Im Hintergrund (Mitte) ist der Mitorganisator Jens Schlimbach zu sehen. Foto: Wündisch-Konz
Die Karl-Jaspers-Klinik bekommt 45 neue Appartements für Krankenpflegeschüler/innen und Gäste. Im Dezember wurde anstelle des abgerissenen Schwesternwohnheims ein Appartementhaus in Modulbauweise errichtet. Die einzelnen Module aus Holz waren bei ihrer Anlieferung per Schwertransporter und Kran bereits komplett mit Küchenzeile und Badezimmer eingerichtet. Das Richtfest fand am 19. Dezember 2012 statt. Die ersten Bewohner/innen werden im Februar einziehen. Das neue Ausbildungsjahr an der KJK-Gesundheits- und Krankenpflegeschule beginnt im April. Die offizielle Einweihung der neuen Appartements ist für Anfang Mai geplant.

Das Richtfest Ende Dezember 2012 feierten (von links) der Technische Leiter der KJK Jörg Roth, Architekt Jörg Schneider (Bremen), KJK-Geschäftsführer Axel Weber sowie ein weiterer Architekt mit rund 35 Handwerkern und MitarbeiterInnen der KJK. Foto: Wündisch-Konz
Schülerin Violetta zeigt (von links) Schulleiter Karsten Klebert, dem stellvertretenden KJK-Geschäftsführer Michael Poerschke und Pflegedienstleiterin Monika Jüttner (5. von links) an der Puppe, wie man einen Katheter legt. Foto: Wündisch-Konz
Pflege ist auch Zuhören und Reden
Berufsinformationstag der Krankenpflegeschule lockte mögliche Bewerber
(Bad Zwischenahn, 26.11.2012) „Ich bin froh, dass ich meine Ausbildung in der Psychiatrie machen kann, weil man hier mit den Menschen arbeitet“, sagt die 19-jährige Kristina. Sie ist Schülerin im zweiten Ausbildungsjahr an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule der Karl-Jaspers-Klinik. Psychiatrische Pflege bedeutet, Beziehungen herzustellen: „Wir reden mit den Menschen und hören ihnen zu“, sagt Kristina. Ihre Mitschülerin Violetta (19) legt gerade völlig routiniert einen Katheter an einer Puppe im Bett. Auch das gesamte körperliche Fachwissen, von Hygiene und Trombosevorbeugung bis zu Wundverbänden, muss man in der Psychiatrie draufhaben.
Heute informieren Kristina, Violetta und ihre rund 60 Mitschüler über ihren Beruf. An Stehtischen und Pinnwänden, mit kleinen Theateraufführungen und Präsentationen machen sie Werbung für die Pflege. Im Laufe des Tages kommen rund 60 Interessierte von allgemein- und berufsbildenden Schulen der Region, stellen Fragen und führen Gespräche. Die hoch motivierten Schülerinnen sind ein wenig enttäuscht, denn sie hätten sich noch mehr Zulauf gewünscht. „Es waren aber auch Eltern da, und Kollegen, die einfach mal sehen wollten, wie wir uns verändert haben“, sagt Lehrerin Renate Machner.
Manch einer führt ein erstes Bewerbungsgespräch mit Schulleiter Karsten Klebert. „Wir haben immer weniger Schulabgänger und möchten nicht in den Fachkräftemangel hineinschlittern“, sagt Klebert. Der Informationstag sei wichtig, um Hemmnisse seitens der interessierten jungen Menschen gegenüber dem Einsatzort Psychiatrie abzubauen. Entscheidungen für eine Ausbildung in der KJK fielen durch den Einblick häufig leichter.
Das neue Schuljahr in der KJK startet am 1. April 2013. Angeboten wird die dreijährige schulische Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Wer hier seinen Abschluss macht, ist zwar in der Psychiatrie spezialisiert, kann sich jedoch auch in allen anderen Krankenhäusern bewerben. Den Fachpfleger Psychiatrie satteln manche erst später drauf.
Unterschrieben bilateralen Vertrag: Prof. Dr. Babette Simon, Präsidentin der Universität Oldenburg, und Axel Weber, Geschäftsführer der Karl-Jaspers-Klinik, Foto: Universität Oldenburg
(Oldenburg/Bad Zwischenahn, 16.11.12) Prof. Dr. Babette Simon, Präsidentin der Universität Oldenburg, und Axel Weber, Geschäftsführer der Karl-Jaspers-Klinik, haben einen bilateralen Vertrag unterschrieben, der die Zusammenarbeit im Rahmen der European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) regelt.
Der Vertrag sieht eine Universitätsprofessur für Psychatrie und Psychotherapie vor, die der Karl-Jaspers-Klinik zugeordnet ist, und regelt die Zusammenarbeit auch in Hinblick auf künftige Professuren. Die Karl-Jaspers-Klinik erhält das Namensrecht für die „Universitätsklinik für Psychatrie und Psychotherapie“. Bilaterale Verträge – und die darüber hinausgehende Rahmenvereinbarung – existieren bereits mit den Oldenburger Krankenhäusern: dem Klinikum Oldenburg, dem Pius-Hospital Oldenburg und dem Evangelischen Krankenhaus Oldenburg.
„Die der Karl-Jaspers-Klinik zugeordnete Universitätsprofessur für Psychatrie und Psychotherapie ergänzt die medizinische Forschung und Lehre in Oldenburg auf hervorragende Art und Weise“, sagte Prof. Dr. Babette Simon. Die Klinik sei damit unmittelbar in Lehre und Forschung der Universität und der European Medical School Oldenburg-Groningen eingebunden. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg und darauf, im Rahmen der Universitätsprofessur für Psychatrie und Psychotherapie zur European Medical School Oldenburg-Groningen beitragen zu können“, sagte Axel Weber.
Die European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS)
Die EMS ist ein deutsch-niederländisches Kooperationsprojekt der Universitäten Oldenburg und Groningen und mit seinem länderübergreifenden Profil einzigartig in Europa. Ziel der EMS ist es, neue Wege in der Medizinerausbildung und in der medizinischen Forschung zu beschreiten.
Text: Pressestelle Carl von Ossietzky Universität
Theaterpädagoge Sven Johnsen (Mitte) nahm die Glückwünsche von Oberärztin Dr. Christiane Först und Geschäftsführer Axel Weber entgegen.Foto: Wündisch-Konz
Tanz für alle
Tanz- und Theatertherapie der Karl-Jaspers-Klinik feierte ihr 20-jähriges Bestehen – Unter den rund 120 Gästen waren viele ehemalige Patienten
(Bad Zwischenahn, 17.10.12) „Die Überraschung ist uns gut gelungen“, sagte eine Tänzerin nach ihrem Auftritt und strahlte. Ein Dutzend ehemalige Patientinnen und Patienten waren zum Fest des 20-jährigen Bestehens der Tanz- und Theatertherapie an der Karl-Jaspers-Klinik (KJK) gekommen, um deren Leiter, „ihren“ Sven Johnsen, zu feiern. Wie beliebt der 51-jährige Theaterpädagoge aus Oldenburg ist, zeigte sich am Mittwochnachmittag in der voll besetzten Halle an vielen herzlichen Grußworten und Gratulationen. Am Schluss tanzten sogar Patienten, Geschäftsführer, Pflegedienstleitung, Ärztinnen und Gäste gemeinsam auf der Bühne.
„Theaterspiel gibt es in vielen psychiatrischen Krankenhäusern. Doch den theaterpädagogischen Ansatz haben Sie damals selbst begründet, und er dürfte einzigartig sein“, sagte Geschäftsführer Axel Weber. Johnsen wurde am Theaterpädagogischen Zentrum Lingen ausgebildet. Dessen Leiter Tom Kraus betonte in seinem Vortrag, dass es beim Theaterspielen immer um den Menschen und seine ganz persönliche Darstellung gehe. Daher sei es für die Patienten der Klinik ganz besonders positiv, dass sie im Mittelpunkt stünden und sich im Tanz und Theater zeigen dürften.
Sven Johnsen hat im Laufe der letzten 20 Jahre viele Theaterstücke und Tanzperformances mit Patienten produziert und zur öffentlichen Aufführung gebracht. Da sich die Patienten durchschnittlich nur drei Wochen stationär in der Psychiatrie aufhalten, bilden sich immer wieder neue Gruppen. „Diese sozialen Beziehungen sind sehr wichtig, weil psychisch kranke Menschen oft Einzelgänger sind“, sagt Johnsen. Es koste sie auch viel Mut, sich auf diese Weise zu zeigen. „Doch wenn die Patienten auf der Bühne sind, stehen die gesunden Anteile im Vordergrund.“ Das bewies der bejubelte Überraschungsauftritt der „Ehemaligen“, die vor einem Jahr als Tanzformation in der Kulturetage aufgetreten waren.
Der Grundstein zur Tanz- und Theatertherapie wurde 1992 gelegt. Die damalige Ärztliche Direktorin holte viele künstlerische Therapien an das damalige Landeskrankenhaus Wehnen. Musik- und Kunsttherapie, Bildhauerei wie auch Keramik genießen bis heute einen sehr hohen Stellenwert an der Karl-Jaspers-Klinik.


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