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Karl-Jaspers-Klinik
Psychiatrieverbund
Oldenburger Land gGmbH
Hermann-Ehlers-Str. 7
26160 Bad Zwischenahn

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0441 / 9615-0
Telefax:
0441 / 691448
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08.05.13
„Toll, dass ihr das macht“ - Depressionsstation öffnete Tür

Angebot wurde sehr gut angenommen: Mehrere hundert Gäste informierten sich über die Krankheit Depression und ihre Behandlung

(Bad Zwischenahn, 04.05.13) Rund 300 Besucher haben das Angebot des ersten Tages der offenen Tür auf der Depressionsstation A9 der Karl-Jaspers-Klinik (KJK) angenommen. „Die Besucher waren sehr begeistert, sowohl von der Idee der offenen Tür, wie auch vom Angebot der Station und den Mitarbeitern“, freute sich Pflegedienstleiterin Monika Jüttner am Samstagabend. Stationsleiter Axel von Lienen stimmte ihr zu: „Viele haben gesagt: Toll, dass ihr das macht. Wir haben hier sehr viel gehört, das wir vorher nicht wussten.“

Die Mitarbeiter auf der A9 strahlten im grünen Poloshirt, der Hausfarbe der KJK, und waren hoch motiviert. Sie hatten schonin den Vorbereitungen viel Engagement gezeigt, 15 Torten und Kuchen selbst gebacken und Dekoration und Schilder angebracht. Den ganzen Tag führten sie immer wieder kleine Grüppchen von Besuchern über ihre Station. „Es gab viele gute Gespräche, interessierte Fragen, auch Fachfragen“, beschreibt Monika Jüttner. Das Publikum sei eine Mischung aus Interessierten, Fachpersonen, wie Ärzte, Hebammen, Mitarbeiter vom Jugendamt oder Beratungsstellen sowie Angehörigen gewesen.

Zu sehen waren einige Krankenzimmer – die Patienten hatten Wochenendurlaub -, die neuen Mutter-Kind-Zimmer, Gruppenräume und die Angebote der Physikalischen Therapie. Diese zählt wie die Kunst-, Ergo- und Körper- und Bewegungstherapie zu den begleitenden Co-Therapien. Zentral für die Behandlung von Depressionen sind die tiefenpsychologische Gesprächstherapie und die Verhaltenstherapie. Der Therapieplan enthält außerdem Alltagsunternehmungen wie gemeinsames Einkaufen und Kochen, Ausflüge ins Schwimmbad oder Sport.

Auch die Fachvorträge im Festsaal waren gut besucht. Bei den ersten beiden Vorträgen kamen jeweils ca. 60 Personen, bei den letzten beiden ca. 20 Personen. Die Besucher waren bei den Führungen überwältigt von dem großen Gelände und der Vielfalt des Angebotes der KJK. Fazit: „Die Mitarbeiter waren sehr zufrieden mit dem Tag. Es war eine außerordentlich gelungene Veranstaltung mit interessierten Menschen, anregenden Gesprächen und sonnigem Wetter“, sagt Monika Jüttner.





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25.08.12
Sommerfest 05. September 2012

Herzliche Einladung zum Sommerfest am 05. September 2012

Zwei Festwiesen, Karussell, Bücherflohmarkt, Patiententheater, Attraktionen für Kinder und viele Leckereien

(Bad Zwischenahn, 27.08.12) Das Sommerfest der Karl-Jaspers-Klinik (KJK) findet am Mittwoch, 05. September 2012, von 13.30-17.30 Uhr statt. In den vergangenen Jahren kamen regelmäßig rund 1000 Gäste auf das Gelände. Kinder undErwachsene, ehemalige und aktuelle Patienten, Mitarbeiter und ihre Familien haben Spaß bei vielen Belustigungen und einem reichhaltigen Angebot an Leckereien. Die gesamte Öffentlichkeit ist sehr herzlich dazu eingeladen.

Viele Angebote sind altvertraut, bewährt - und kostenlos. Dazu gehören das Kinderkarussell, die Pferdekutsche, eine Hüpfburg, Buden mit Dosenwerfen, Jakkolo, Kinderschminken, ein Bücherflohmarkt, eine Theateraufführung und vieles mehr.

Einiges ist auch neu: Am Wasserturm gibt es eine Bühne mit Musik. Den Auftakt um 14 Uhr macht die bekannte zwei-Mann-Band „Duocati“ mit Pop- und Rock-Cover, die auch schon beim Stadtfest aufgetreten sind.

Gegen 15 Uhr tritt die Clownin Barbara Zölfel auf, die eine lustige und unterhaltsame Show mit Walking Act verspricht. Den Abschluss auf der Bühne macht das Akkordeontrio "Mitwollen" um 16 Uhr.

Zum ersten Mal wurde auch ein kleiner Streichelzoo angemietet, der Ziegen, Kaninchen und Seidenhühner beinhaltet.

Hier sehen Sie das Plakat zum Sommerfest.





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18.08.12
KJK beteiligt sich an 3. Oldenburger Thementagen

3. Oldenburger Thementage "Gesund in die Zukunft", 14.-16.09.12

Die Karl-Jaspers-Klinik beteiligt sich an den Thementagen zur Gesundheit in der Weser-Ems-Halle vom 14.-16. September 2012. Das Programm finden Sie hier.





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11.08.12
Aktuelle Fortbildungen

Fortbildungen

Die Karl-Jaspers-Klinik setzt die Reihe der Fortbildungsveranstaltungen für Mediziner, Psychologen und andere Berufsgruppen fort. Dazu laden Geschäftsführer Axel Weber und Ärztlicher Direktor Dr. Thomas Brieden herzlich ein.  


1) Mittwochs-Fortbildung

Mittwoch, 19.09.12, 18-20 Uhr, Fortbildungsveranstaltung "Musik in der Gerontopsychiatrie",  Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Helmut Decker-Voigt (Hochschule für Musik und Theater Hamburg)

Die Fortbildungen finden im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik statt.

Anmeldung und Information: Sekretariat, Katja Bölts, Tel. 0441/9615-685, oder per EMail an: katja.boelts@kjk.de


Weitere Informationen zur Ärztlichen Weiterbildung in der Karl-Jaspers-Klinik finden Sie hier ...





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21.06.12
Zwei neue Chefärzte eingeführt - Verabschiedung von Prof. Zimmermann

Neubeginn mit Chefärzten in der KJK - "Nordwest-Radio unterwegs" sendete live zur European Medical School (EMS)

Im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung sind die neuen Chefärzte Jeanette Böhler (Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie) und Dr. Christian Figge (Klinik für Allgemeinpsychiatrie II) am Mittwoch, 20. Juni 2012, im Festsaal vor rund 180 Gästen eingeführt worden.

Zuvor sendete das Nordwestradio eine Live-Sendung aus dem Foyer des Karl-Jaspers-Hauses über die geplante European Medical School (EMS) Oldenburg/Groningen, die ab Wintersemester 2012 ein Medizinstudium in Oldenburg ermöglicht. Auch die Karl-Jaspers-Klinik wird neben den drei Oldenburger Krankenhäusern zum Kooperationskrankenhaus der EMS mit Forschung und Lehre.

Live im Nordwest-Radio diskutierten (von links): Elisabeth Sandbrink, Geschäftsführerin des Pius-Hospitals, Norbert Wahn, Redakteur Nordwest-Zeitung, Moderator Stefan Pulß, Dr. Christian Figge, Chefarzt KJK und Prof. Dr. Eckart G. Hahn, Gründungsdekan der European Medical School Oldenburg/Groningen. Zugeschaltet war telefonisch Dr. Gisbert Voigt von der Landesärztekammer Niedersachsen.

Außerdem wurde der Chefarzt der Klinik für Allgemeinpsychiatrie I und Ärztliche Direktor der KJK, Prof. Dr. Jörg Zimmermann, verabschiedet. Er wechselt zum 1. September 2012 als Leiter der Psychiatrie Gesundheit Nord nach Bremen. Geschäftsführer Axel Weber sagte in seiner Würdigung: „Sie waren ein Sympathieträger der Karl-Jaspers-Klinik. Ihnen ist die in der heutigen Zeit unerlässliche und bedeutende Netzwerkarbeit so gut gelungen, dass Sie in der Kürze der Zeit von allen Seiten als ein sehr geschätzter Kollege gesehen worden sind.“

Als Verdienste Zimmermanns führte Weber die Neustrukturierung der Kliniken innerhalb der KJK, die Implementierung der leitlinienorientierten Behandlungspfade, die Neu-Ausrichtung der Fortbildungsveranstaltungen sowie die Weiterentwicklung der Öffentlichkeitsarbeit an, die er stetig mit außerordentlichem Fachwissen geprägt habe. 2011 war Prof. Zimmermann die Honorarprofessur der Hochschule für Musik und Theater Hamburg verliehen worden.

Gestalteten gemeinsam die Veranstaltung im Festsaal (vorne, von links:) Dr. Christian Figge, Jeanette Böhler, Festrednerin Prof. Sabine Herpertz, Heidelberg sowie (hinten, von links:) Prof. Dr. Eckart G. Hahn, Prof. Dr. Jörg Zimmermann und Axel Weber. Fotos: Barbara Wündisch-Konz





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24.05.12
Bildhauer-Symposium "Skulpturale" beendet

Fünf Holzskulpturen warten auf Aufstellung - Gut besuchter Patientenworkshop

(Bad Zwischenahn, 04.06.12) Nun sind sie fertig - Gregor Gaida, Gunther Gerlach, Sieglinde Gros, Klaus Effern und Markus Keuler, die fünf KünstlerInnen, die zehn Tage lang auf dem Gelände der Karl-Jaspers-Klinik Holzskulpturen erstellten. Am Sonntag, 03. Juni, ging die erste Skulpturale der Werkschule in der Karl-Jaspers-Klinik zuende, und Veranstalter und Gastgeberin Karl-Jaspers-Klinik zogen eine überaus positive Bilanz. "Wir hatten gute Besucherzahlen, der Patientenworkshop wurde sehr gut angenommen, und das Ergebnis in Form der Kunstwerke kann sich sehen lassen", sagt KJK-Geschäftsführer Axel Weber begeistert.

Vor allem an den Pfingsttagen - bei herrlichem Sonnenschein - war das Zuschauerinteresse an dem Projekt unter freiem Himmel groß. Im Schnitt kamen täglich 120 bis 150 Gäste, Patienten, ihre Angehörigen, Mitarbeiter der Klinik und Fahrradausflügler. 

Der Holzbildhauer-Workshop für Patientinnen und Patienten fand an zwei Wochenenden statt. Jeweils fünf bis acht Patienten konnten ihre eigene Skulptur erstellen. Beate Anneken, die Künstlerische Leiterin der Werkschule Oldenburg e.V., Werkstatt für Kunst und Kulturarbeit, freut sich, dass die Zusammenarbeit von Künstlern und Patienten so harmonisch verlief: "Jeder der Künstler war immer zu einem Gespräch bereit. Wir haben die Fünf bewusst danach ausgewählt, dass sie sehr gut mit Menschen umgehen können."

Die Kunstwerke sollen zum Nachdenken über das Leitbild der Klinik „Mensch begegnet Mensch“ anregen. So sind ein großer lächelnder Mensch mit Down-Syndrom (Keuler), ein kopfüber hängender Mensch in einem geschweißten Gestell aus Aluminium (Gaida), zwei abstrakte Figuren unter dem Paul-Celan-Zitat "Die schmale Wandergestalt des Gefühls" (Gerlach), zwei eng beieinanderstehende Figurengruppen (Gros) und ein schwarzgefärbter Rapper (Effern) entstanden. 

Die „Skulpturale“ ging am Sonntag zuende. In den kommenden Wochen sollen die fünf Kunstwerke aus Eichenholz als Ensemble auf dem Klinikgelände aufgestellt werden. Sie sind ein Jahr lang zu besichtigen. Besucherinnen und Besucher sind jederzeit willkommen.

Die Karl-Jaspers-Klinik arbeitet seit mehr als 25 Jahren mit der Oldenburger Werkschule zusammen. Das Ziel ist es, Kunst und Psychiatrie miteinander ins Gespräch zu bringen. Die Projekte der Werkschule finden außerhalb der Therapiezeiten und bevorzugt an Feiertagen statt, wenn die Patienten Zeit und Muße haben.

Genossen die gute Atmosphäre bei der Skulpturale (von links:) Klaus Effern, Markus Keuler, Sieglinde Gros und Gunther Gerlach (hockend) sowie Beate Anneken, Künstlerische Leiterin der Werkschule, mit dem Kunstwerk von Sieglinde Gros. Nicht im Bild ist Gregor Gaida. Foto: Wündisch-Konz

Weitere Informationen zur SKULPTURALE.





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24.05.12
3. KJK-Sommerlauf am 13. Juni 2012

PRESSEMITTEILUNG


Sommerlauf der Karl-Jaspers-Klinik geht in die dritte Runde

Mittwoch, 13. Juni 2012- „Klinik in Bewegung“– Online-Anmeldung leicht gemacht

(Bad Zwischenahn, 24.05.12) Laufen begeistert. Der Sommerlauf der Karl-Jaspers-Klinik (KJK) geht in die dritte Runde. Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr mit mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr erfolgreich stattgefunden hat, heißt es am Mittwoch, 13. Juni 2012 um 17 Uhr auf der hauseigenen Laufstrecke wieder: „Klinik in Bewegung“. Geschäftsführer Axel Weber, der selbst ein begeisterter Läufer ist, wird den Startschuss zum 10 000-Meter-Lauf geben. Es folgen die Starts zu 5000m, 3000m und 1500m in Zehn-Minuten-Abständen für Läufer/innen und Nordic-Walker/innen.

Geschäftsführer Axel Weber sagt: „Für uns zählen der Spaß und die Freude am sportlichen Miteinander. Der Leistungsgedanke ist zweitrangig. Man kann auch ohne Zeitmessung mitlaufen. Eingeladen sind alle Patienten, Mitarbeiter, Partner und Freunde der Karl-Jaspers-Klinik“.

Der 3. KJK-Sommerlauf lebt vom Team-Gedanken. Im Internet ist eine Anmeldung als Einzelläufer oder als Team möglich. Das Team mit dem originellsten Namen wird nach dem Sommerlauf von einer Jury gekürt. Es gibt außerdem Preise für die drei Teams mit den meisten gelaufenen Kilometern. Die Zeiten werden mit Absicht nicht prämiert, denn die teilnehmenden Patienten sollen nicht unter Leistungsdruck gesetzt werden.

Innerhalb der KJK sind sehr viele Mitarbeiter am 3. KJK-Sommerlauf beteiligt. Die sieben Körper und Bewegungstherapeuten der KJK bereiten Patienten im Rahmen der Therapie auf den Lauf vor. Stationen stellen Laufteams zusammen, Kolleginnen und Kollegen treffen sich in der Mittagspause zum Training. Die Laufstrecke ist in dieser Jahreszeit besonders schön. Sie führt durch ein kleines Landschaftsschutzgebiet, durch ein Biotop mit Moor, es geht über Wald- und Sandböden und auch über das Klinikgelände. Die Streckenposten bilden Schülerinnen und Schüler der KJK-Krankenpflegeschule.

In bewährter Weise gibt es wieder ein Vorprogramm ab 16 Uhr auf der Wiese vor der Zentralküche der KJK. Dort bieten die Kunsttherapeuten eine Mitmach-Aktion an, es gibt leckere Fruchtbowle, Bratwürste, gemeinsames Aufwärmen und Warmsingen. Ab 17.45 Uhr treten die „Wall Street Dixies“ mit Jazz-Musik zum Ausklang auf. Die Moderation des Laufes hat Sabine Schicke.

Anmeldung im Internet:

www.kjk.de/sommerlauf

Man gelangt auch über die Homepage der Klinik www.kjk.de über einen Anmeldebutton auf die Sommerlauf-Seite.

Die Sommerlauf-Seite und das Zeitnahmesystem haben drei Schüler der Fachoberschule Informatik der BBS Haarentor gemeinsam mit ihrem Lehrer in einem Projekt entwickelt.





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27.04.12
Zweiter Chefarzt in der Klinik für Allgemeinpsychiatrie

(Bad Zwischenahn, 27.04.12) Die Klinik für Allgemeinpsychiatrie bekommt zum 1. Mai 2012 einen zweiten Chefarzt. Sie wird umstrukturiert und in zwei Kliniken geteilt.

 Dr. Christian Figge

Dr. Christian Figge ist seit 2009 Oberarzt in der Klinik für Allgemeinpsychiatrie, seit 2011 leitender Oberarzt. Er wird die Klinik für Allgemeinpsychiatrie II leiten. Prof. Dr. Jörg Zimmermann wird Chefarzt der Klinik für Allgemeinpsychiatrie I. Prof. Zimmermann und Dr. Figge werden im Kollegialsystem miteinander arbeiten. Eine vollständige Trennung der Kliniken I und II ist nicht geplant. Die chefärztliche Verantwortung für die einzelnen Stationen wird aufgeteilt, so dass Prof. Dr. Zimmermann für die Stationen A2, A3, A7, A8 und A9 und Dr. Figge für die Stationen A1, A4, A5, A6 und S4 (neu: A 10) zuständig ist.





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13.04.12
Bundesverdienstmedaille an Edda Minssen verliehen

Vorsitzende des Gedenkkreises erhält Ehrung durch Landrat

Mehr als 100 Gäste applaudierten Edda Minssen mit Ehemann Gerd (rechts), als Landrat Jörg Bensberg (Ammerland) ihr im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik die Bundesverdienstmedaille verlieh.  Foto: Wündisch-Konz

Die Vorsitzende des Gedenkkreises Wehnen e.V., Frau Edda Minssen, hat heute die Bundesverdienstmedaille für ihr Lebenswerk verliehen bekommen. Frau Minssen wurde von Landrat Jörg Bensberg und Staatssekretär Thomas Kossendey für ihre Verdienste um die Aufarbeitung der NS-Krankenmorde in der Heil- und Pflegeanstalt Wehnen geehrt. Sie hat sich maßgeblich für die Einrichtung der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ und die Errichtung der Mahnmale auf unserem Gelände und auf dem Ofener Friedhof eingesetzt. Der Gedenkkreis Wehnen e.V. kümmert sich bis heute um die Geschichte der Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie, führt Schulklassen und Besuchergruppen durch die Gedenkstätte und wird wissenschaftlich begleitet. Er besteht zum großen Teil aus Angehörigen und Nachkommen der Opfer. Dies ist für einen Gedenkkreis an einem psychiatrischen Krankenhaus etwas Besonderes.

An der Feierstunde im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik nahmen mehr als 100 Gäste teil. Die Laudationes hielten der Bischof der ev.-luth. Kirche in Oldenburg Jan Janssen und Prof. Dr. Klaus Dörner (Hamburg). Auch der Ärztliche Direktor der Karl-Jaspers-Klinik, Prof. Dr. Jörg Zimmermann, gratulierte Edda Minssen sehr herzlich. Er hob hervor, dass sie im Sinne von Viktor E. Frankls Logotherapie aus der Opfergeschichte ihrer Familie etwas Konstruktives gemacht und dem Leiden einen Sinn gegeben habe.

Zahlreiche Gratulanten und Lobredner für Edda Minssen (von links:) Landrat Jörg Bensberg, Prof. Dr. Klaus Dörner, Ehepaar Edda und Gerd Minssen, Bischof Jan Janssen, Staatssekretär Thomas Kossendey und Ärztlicher Direktor der KJK, Prof. Dr. Jörg Zimmermann.         Foto: Wündisch-Konz





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27.03.12
Studierende und Senioren singen gemeinsam

Das Langzeitgedächtnis sitzt „Hoch auf dem gelben Wagen“

Seminarbesuch von Studierenden der Universität Oldenburg: Gemeinsames Musizieren mit Patienten einer Demenz-Station der Karl-Jaspers-Klinik

(Bad Zwischenahn, 15.03.12) Im Lichthof der Station G 2 singen zehn demenzerkrankte Patienten und Patientinnen der KJK unter der Leitung von Musiktherapeutin Stefanie Hoppe-Zimmermann, die am Klavier sitzt. Einige Patienten klatschen dabei in die Hände und singen mit Begeisterung, andere sitzen ruhig auf ihrem Stuhl und lassen die Musik auf sich wirken. Heute haben sie Besuch in ihrem wöchentlich stattfindenden Kreis. Ein Seminar von Musikstudierenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg ist zu Gast. Die jungen Leute singen alle mit, viele mit einem Lächeln im Gesicht.

Jeder Patient darf sich sein eigenes Lied wünschen. In friedlicher und harmonischer Stimmung singen die Patienten Lieder wie „Hoch auf dem gelben Wagen“, „Der Winter ist vergangen“ oder „Es klappert die Mühle“. Eine ältere Dame ist besonders textsicher, viele kennen noch eine oder mehrere Strophen. Da bei Demenzerkrankten das Langzeitgedächtnis aktiver ist, animiert Stefanie Hoppe-Zimmermann die Seniorinnen und Senioren mit Kinderliedern aus ihrer Zeit.

Der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Gunter Kreutz bietet das Seminar „Musik, Gesundheit, Lebensqualität“ an der Uni an. Er betreibt heute Feldforschung mit seinen sechs Seminarteilnehmern. Gemeinsam möchten sie wissenschaftlich belegen, dass Musik die Lebensqualität steigern kann. „Im Zentrum unserer Gesundheit steht das Wohlbefinden“, sagt Kreutz. Kulturelle Praktiken wie gemeinsames Singen, Musizieren oder Theaterbesuche können dazu beitragen, die Menschen körperlich und geistig zu mobilisieren. Positive Ergebnisse des Musizierens seien außerdem die Verminderung von Stress und die Steigerung der Abwehrkräfte.

Text: Janna Hadtstein

Die Musik-Studierenden der Uni Oldenburg mit ihrem Dozenten Prof. Dr. Gunter Kreutz (Mitte), Musiktherapeutin Stefanie Hoppe-Zimmermann (2.v.r.) und dem Ärztlichen Direktor der Karl-Jaspers-Klinik, Prof. Dr. Jörg Zimmermann (rechts), der sich besonders für die Musiktherapie einsetzt.

Foto: Wündisch-Konz





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27.03.12
Junge Forscher für Geschichtsarbeit geehrt


Dürfen stolz auf ihre Leistung sein: die Schüler Jasper Kiepe, Martin Wähler und Leonard Feddern (von links) mit Prof. Dr. Jörg Zimmermann, Ärztlicher Direktor der KJK (links), Dr. Martin Hengelbrock (hinten Mitte) und Dr. Ingo Harms (rechts). Foto: Wündisch-Konz


„Es war eine persönliche Erfahrung, die uns weiterbringt“

Tagung der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten 15.-17.03.12: Drei Schüler werden für ihre erfolgreiche Forschungsarbeit von der Klinikleitung geehrt

(Bad Zwischenahn, 16.03.12)Es ist trotz des schweren Themas – der Patientenmord in der NS-Zeit - eine sehr lebendige Tagung, die derzeit mit rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an der Karl-Jaspers-Klinik (KJK), Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, stattfindet. Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der pädagogischen Weitervermittlung. Die Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten hat das Projekt einer Besucherbefragung von Schulklassen und Uni-Seminaren an der Gedenkstätte „Alte Pathologie“ des Gedenkkreises Wehnen unterstützt. Die Bremer Historikerin Claudia Lehmann stellte die Ergebnisse vor. Lehrer wünschen sich eine Darstellung der Psychiatriegeschichte und einen Bezug zur heutigen Klinik, die Schüler äußerten vielfach den Wunsch, selbst auf Spurensuche zu gehen und zu erforschen: Was hat die Geschichte mit mir und meiner Familie zu tun?

Von dieser Frage ließen sich im vergangenen Jahr auch drei Elftklässler des Alten Gymnasiums Oldenburg (AGO) leiten, die an einem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „Skandale in der Geschichte“ teilnahmen. Leonard Feddern, Jasper Kiepe und Martin Wähler gewannen mit ihrer Arbeit „Die Vertuschung der Euthanasiemorde von Wehnen“ den Landespreis. Gemeinsam mit ihren fachlichen Betreuern, AGO-Geschichtslehrer Dr. Martin Hengelbrock und dem Historiker an der Uni Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Dr. Ingo Harms, wurden sie dafür heute ausgiebig von der Leitung der KJK geehrt. Ihr Lehrer veröffentlichte die 70-seitige Arbeit als Buch im eigenen Verlag. Man kann sie auch von der Homepage des Alten Gymnasiums herunterladen.

Die Schüler hielten bei der Fachtagung einen Vortrag und hoben hervor, dass ihnen das Forschen großen Spaß gemacht habe. Sie waren im Niedersächsischen Staatsarchiv Oldenburg und lasen Patientenakten, beschäftigten sich aber auch mit den so genannten „Schreibtischtätern“, den Ärzten, die nach dem Krieg unbeschadet ihre Praxen weiterführen konnten, obwohl sie in der NS-Zeit für Zwangssterilisationen verantwortlich gewesen waren. Auf die Frage aus dem Plenum, ob sie als Jungforscher Lust auf mehr bekommen hätten, antwortete der 19-jährige Martin Wähler: „Ich habe mir nach unserer Arbeit erst einmal die Entnazifizierungsakte eines Verwandten vorgenommen.“





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19.03.12
Junge Forscher bei Tagung Niedersächsischer Gedenkstättenstiftung geehrt

Dürfen stolz auf ihre Leistung sein: die Schüler Jasper Kiepe, Martin Wähler und Leonard Feddern (2. bis 4. von links) mit Prof. Dr. Jörg Zimmermann, Ärztlicher Direktor der KJK (links), Dr. Martin Hengelbrock (hinten Mitte) und Dr. Ingo Harms (rechts). Foto: Wündisch-Konz

„Es war eine persönliche Erfahrung, die uns weiterbringt“

Tagung der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten 15.-17.03.12: Drei Schüler werden für ihre erfolgreiche Forschungsarbeit von der Klinikleitung geehrt

Rund 70 Wissenschaftler und Laien haben an einer Tagung der Stiftung Niedersächsischer Gedenkstätten in der Karl-Jaspers-Klinik teilgenommen. Die Veranstaltung beschäftigte sich mit dem Thema des Patientenmordes im Nationalsozialismus. Bis heute leiden die Angehörigen unter der Geschichte und kämpfen für die Erinnerung an die Opfer in ihrer Familie. Im Fokus der Tagung stand ein weiterer Aspekt: Wie kann das Gedenken in der pädagogischen Arbeit der Gedenkstätten fortgesetzt werden? Drei Schüler des Alten Gymnasiums Oldenburg wurden für ihre wissenschaftliche Leistung bei der Teilnahme an einem Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geehrt.

Was hat die Geschichte mit mir und meiner Familie zu tun?

Von dieser Frage ließen sich im vergangenen Jahr die drei Elftklässler des Alten Gymnasiums Oldenburg (AGO) leiten, die am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten „Skandale in der Geschichte“ teilnahmen. Leonard Feddern, Jasper Kiepe und Martin Wähler gewannen mit ihrer Arbeit „Die Vertuschung der Euthanasiemorde von Wehnen“ den Landespreis. Gemeinsam mit ihren fachlichen Betreuern, AGO-Geschichtslehrer Dr. Martin Hengelbrock und dem Historiker an der Uni Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Dr. Ingo Harms, wurden sie dafür heute ausgiebig von der Leitung der KJK geehrt. Ihr Lehrer veröffentlichte die 70-seitige Arbeit als Buch im eigenen Verlag. Sie steht auch auf der Homepage des Alten Gymnasiums.

Die Schüler hielten bei der Fachtagung einen Vortrag und hoben hervor, dass ihnen das Forschen großen Spaß gemacht habe. Sie waren im Niedersächsischen Staatsarchiv Oldenburg und lasen Patientenakten, beschäftigten sich aber auch mit den so genannten „Schreibtischtätern“, den Ärzten, die nach dem Krieg unbeschadet ihre Praxen weiterführen konnten, obwohl sie in der NS-Zeit für Zwangssterilisationen verantwortlich gewesen waren. Auf die Frage aus dem Plenum, ob sie als Jungforscher Lust auf mehr bekommen hätten, antwortete der 19-jährige Martin Wähler: „Ich habe mir nach unserer Arbeit erst einmal die Entnazifizierungsakte eines Verwandten vorgenommen.“

Klinikleitung, Politiker, Wissenschaftler und Angehörige setzen sich für würdiges Erinnern ein (von links): Ärztlicher Direktor Prof. Dr. Jörg Zimmermann, KJK-Geschäftsführer Axel Weber, Dr. Rolf Keller, Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten, Landrat Jörg Bensberg, Edda Minssen, Vorsitzende des Gedenkkreises Wehnen sowie Dr. Arno Schilling, Bürgermeister von Bad Zwischenahn.

Foto: Wündisch-Konz





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07.02.12
Neue Chefärztin in Klinik für Suchtmedizin

Jeanette Böhler möchte Vernetzung mit Haus- und Fachärzten und flankierenden Einrichtungen der Suchthilfe verstärken

 

Chefärztin Jeanette Böhler

Die Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie der Karl-Jaspers-Klinik hat eine neue Chefärztin. Jeanette Böhler ist für alle Patientinnen und Patienten zuständig, die wegen einer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit oder einer psychischen Erkrankung und Suchtkrankheit behandelt werden. Während der ersten Wochen konnte sie sich schon einen Überblick verschaffen und sagt: „Mir ist besonders daran gelegen, den Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu unserem Behandlungsangebot zu ermöglichen. Wir möchten bereits während der Behandlung durch gute Vernetzung mit den weiteren Behandlern, wie Haus- und Fachärzten, Rehakliniken, Suchtberatungsstellen und weiteren Institutionen, eine gute Unterstützung für die Zeit nach der Klinikbehandlung vorbereiten."

Ihre Arbeits- und Interessensschwerpunkte stellen die Themengebiete Depression, chronische Schmerzerkrankungen und Medikamentenabhängigkeit dar. Daneben hat sie Fortbildungen für alle Berufsgruppen zu verschiedenen psychiatrischen Themen, insbesondere aber zum Thema Suizidalität und Suizidprävention (z.B. für Hausärzte, Lehrer, Polizeibeamte, Notfallseelsorger etc.) angeboten.

Jeanette Böhler wurde 1962 in Limburg/Lahn geboren. Sie studierte Medizin in Frankfurt. 1990 legte sie das Staatsexamen ab. Seit 2006 führt sie als Ärztin die Zusatzbezeichnung „suchtmedizinische Grundversorgung“. Seit 2006 ist sie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, seit 2008 Psychoonkologin.

Die Einführung der neuen Chefärztin ist für Ende Juni im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik vor Fachpublikum geplant.





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07.02.12
Neue Chefärztin in der Suchtklinik



Neue Chefärztin in Klinik für Suchtmedizin

Jeanette Böhler möchte Vernetzung mit Haus- und Fachärzten und flankierenden Einrichtungen der Suchthilfe verstärken

(Bad Zwischenahn, 07.02.12) Die Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie der Karl-Jaspers-Klinik hat eine neue Chefärztin. Jeanette Böhler ist für alle Patientinnen und Patienten zuständig, die wegen einer Alkohol- oder Drogenabhängigkeit oder einer psychischen Erkrankung und Suchtkrankheit behandelt werden. Während der ersten Wochen konnte sie sich schon einen Überblick verschaffen und sagt: „Mir ist besonders daran gelegen, den Betroffenen einen niedrigschwelligen Zugang zu unserem Behandlungsangebot zu ermöglichen. Wir möchten bereits während der Behandlung durch gute Vernetzung mit den weiteren Behandlern, wie Haus- und Fachärzten, Rehakliniken, Suchtberatungsstellen und weiteren Institutionen, eine gute Unterstützung für die Zeit nach der Klinikbehandlung vorbereiten."

Jeanette Böhler ist aus dem Süden in den Norden gewechselt. Zuvor war sie an den Kliniken des Landkreises Sigmaringen GmbH tätig, wo sie die kommissarische Leitung der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik inne hatte.

Ihre Arbeits- und Interessensschwerpunkte stellen die Themengebiete Depression, chronische Schmerzerkrankungen und Medikamentenabhängigkeit dar. Daneben hat sie in Baden-Württemberg viele Fortbildungen für alle Berufsgruppen zu verschiedenen psychiatrischen Themen, insbesondere aber zum Thema Suizidalität und Suizidprävention (z.B. für Hausärzte, Lehrer, Polizeibeamte, Notfallseelsorger etc.) angeboten.

Jeanette Böhler wurde 1962 in Limburg/Lahn geboren. Sie studierte Medizin in Frankfurt. 1990 legte sie das Staatsexamen ab. Seit 2006 führt sie als Ärztin die Zusatzbezeichnung „suchtmedizinische Grundversorgung“. Seit 2006 ist sie Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, seit 2008 Psychoonkologin.

Stationen ihrer beruflichen Karriere waren ein mehrjähriger Aufenthalt als anästhesiologische Assistenzärztin in Italien, das Sankt Antonius Krankenhaus in Kirchhellen, das Knappschaftskrankenhaus in Bottrop sowie das Klinikum in Emden, wo sie in der Abteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik tätig war.


Die Einführung der neuen Chefärztin ist für Ende Juni im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik vor Fachpublikum geplant.


Jeanette Böhler, Chefärztin Klinik für Suchtmedizin und Psychotherapie





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02.02.12
Tagesklinik Brake eingeweiht

„Das, worum es hier geht, ist total normal“

Karl-Jaspers-Klinik (KJK) eröffnet die fünfte Tagesklinik in Brake

Mit Tänzen und Theaterszenen weihten Patienten der KJK-Theatergruppe „Total normal“ die neue Tagesklinik ein.


 Die Theatergruppe der KJK "Total normal" rockte die Bühne. Foto: Kreiszeitung Wesermarsch

„Das, worum es hier geht, ist total normal“, sagte Heiner Pott, Staatssekretär im Niedersächsischen Sozialministerium, am Mittwoch vor mehr als 120 Gästen. Jeder kenne jemanden, in seiner Familie oder seinem Freundeskreis, der psychisch erkrankt ist, trotzdem stelle die Psychiatrie in unserer heutigen Gesellschaft immer noch ein Tabuthema dar. Dass psychische Erkrankungen aber „total normal“ sind und mitten im Leben passieren, zeigte die bunte und lebendige Einweihungsfeier der Karl-Jaspers-Klinik in Brake.

Mit der fünften Tagesklinik der KJK in Brake sind neue Strukturen geschaffen und die regionale Versorgung in der Wesermarsch ist deutlich verbessert worden. „Dank der leichteren Erreichbarkeit, dem Engagement und der Unterstützung des Teams und der Klinik kommen die Menschen früher zu einer Behandlung“, so Prof. Dr. Gerd Schwandner, KJK-Aufsichtsratsvorsitzender.

Die bessere Versorgung der Menschen in der Wesermarsch hob auch Landrat Michael Höbrink hervor. Im ländlichen Raum gebe es eine zu geringe Versorgung, insbesondere im psychiatrischen Bereich. Hier schaffe die Tagesklinik mit der angeschlossenen Institutsambulanz Abhilfe.

„Hoffnungslosigkeit ist die schon vorweggenommene Niederlage“, sagte Roland Schiefke, Bürgermeister der Stadt Brake. Er lobte die „hervorragenden Räumlichkeiten und die positive Umgebung“, die den Menschen zu neuer Hoffnung verhelfen solle. Das Konzept der Tagesklinik bietet den Patienten die Möglichkeit, sich Hilfe in ihrer Lebenskrise zu suchen, ohne das gewohnte Umfeld zu verlassen. Mit zwölf Behandlungsplätzen können psychisch erkrankte Menschen den Weg zurück in den Alltag finden, ohne dass sie vollstationär aufgenommen werden müssen.

Das Therapieprogramm entspricht vom Angebot her einer vollstationären Behandlung, allerdings sind die Patienten nur von 8 - 16 Uhr betreut. Sie sind stabil genug, um abends und am Wochenende alleine, mit ihren Lebenspartnern oder ihrer Familie zusammen zu sein. Die Zielgruppe sind Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Deren Behandlungen können vielseitig sein. Sie reichen von Einzel- und Gruppengesprächstherapie über Ergotherapie, Konzentrations- und Gedächtnisübungen, Sport, Kochen, Backen bis hin zu Außenaktivitäten, die von den Patienten mit bestimmt werden.

„Die therapeutische Gemeinschaft der Mitpatienten ist das Wichtigste an der Tagesklinik“, fasste Dr. Claus Bajorat, leitender Oberarzt, zusammen. Der Leiter des Alten- und Pflegeheims Christophorushaus, das einen Flügel an die Tagesklinik vermietet, betonte die bisherige sehr gute Zusammenarbeit mit der KJK und schenkte gemeinsam mit Vorstandsvorsitzender Annegret Miller Brot und Salz zum Einzug.

Text: Janna Hadtstein

Brot und Salz zur Eröffnung (von links): Michael Höbrink, Gerd Schwandner, Roland Schiefke, Heiner Pott, Axel Weber, Michael Wilhelm. Foto: Kreiszeitung Wesermarsch






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01.02.12
Weiteres Angebot der KJK: Patientenfürsprecher

Amtsgerichtsdirektor Otto Hüfken aus Emden wird ehrenamtlicher Patientenfürsprecher

In einigen Bundesländern ist er eine Pflicht-Institution, in der Karl-Jaspers-Klinik, Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, hat man sein Amt freiwillig geschaffen: der Patientenfürsprecher. Er soll die Anliegen der Patientinnen und Patienten gegenüber der Klinikleitung vertreten. „Wir freuen uns sehr, dass wir eine erfahrene Persönlichkeit gewinnen konnten“, sagt KJK-Geschäftsführer Axel Weber. Otto Hüfken, Direktor des Amtsgerichts Emden, bekleidet das Ehrenamt des Patientenfürsprechers seit Jahresbeginn an der KJK. Die Psychiatrie ist für den 62-jährigen Juristen kein Neuland, denn er ist auch stellvertretender Vorsitzender der gesetzlich verankerten Besuchskommission für die Region Weser-Ems-Nord, die sich um die Angelegenheiten der psychiatrischen Krankenversorgung kümmert.

     Amtsgerichtsdirektor Otto Hüfken

Geplant ist, dass der Patientenfürsprecher Otto Hüfken einmal im Monat eine regelmäßige Sprechstunde in der Klinik anbietet. Darüber hinaus ist er auch schriftlich oder per E-Mail für die Patienten zu erreichen. Ausgenommen sind die Patienten der Forensik. Hüfken ist gespannt auf sein neues Amt und möchte, dass beide Seiten davon profitieren: „Ich handele selbstverständlich auch im Interesse der Karl-Jaspers-Klinik, da ich unberechtigte Beschwerden der Patienten nicht weiterleite. Es ist von Vorteil, wenn man Probleme innerhalb des Hauses klären kann.“

Axel Weber sagt: „Wir haben lange nach der geeigneten Besetzung für dieses Amt gesucht. Mit Otto Hüfken bekommen wir eine wertvolle Unterstützung. Wir nehmen dadurch die Patienten ernst. Sie werden mit ihren Belangen in den Mittelpunkt gerückt. Positive und negative Anregungen laufen nicht ins Leere, sondern wir nehmen sie wahr.“ Geschäftsführer, Ärzte und Pflegende möchten die Patientinnen und Patienten dazu ermutigen, sich an den Patientenfürsprecher zu wenden.

Informationen zur Kontaktaufnahme finden Sie hier.  






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12.01.12
Neue Broschüre "Jahre des Umbruchs 2007-2011"

Die Geschäftsführung der Karl-Jaspers-Klinik hat eine Publikation herausgebracht, die den Titel „Jahre des Umbruchs 2007-2011“ trägt.

Der Zeitraum umfasst die ereignisreichen Jahre seit dem Verkauf und der Privatisierung des Krankenhauses. Seit 2007 hat sich die Karl-Jaspers-Klinik neu ausgerichtet und entwickelt. Viele unterschiedliche Autoren haben zu den 68 Seiten komprimierter Information beigetragen. Gezeigt wird der Wandel des Landeskrankenhauses zu einem modernen Kompetenzzentrum seelischer Gesundheit. Die Chefärzte stellen ihre jeweilige Klinik mit dem medizinisch-therapeutischen Konzept und der Spezialisierung dar. Die Co-Therapien, die Personalabteilung, das Gebäudemanagement, Qualitätsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit laden zum Lesen eines je eigenen Kapitels ein. Auch der Betriebsrat ist in dieser Imagebroschüre mit einem Beitrag vertreten.

Die Broschüre ist an der Information (Haupteingang) oder über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Barbara Wündisch-Konz, Tel. 0441/9615-330, erhältlich.

KJK-Report "Jahre des Umbruchs 2007-2011".pdf





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12.01.12
Stationen und Gebäude haben neue Namen

Zu Jahresbeginn 2012 ist offiziell eine neue Namensgebung für die Gebäude der Karl-Jaspers-Klinik in Kraft getreten. Die Stationsgebäude tragen nun Namen von Personen, die mit Karl Jaspers zu tun hatten oder sich in der Psychiatrie und Psychotherapie einen Namen gemacht haben. Illustre Namen wie Hannah Arendt und Sigmund Freud finden sich darunter, aber auch weniger bekannte, wie Jeanne Hersch oder Ludwig Binswanger. Es lohnt sich, sie kennen zu lernen.

Informationen zu den neuen Namensgebern finden Sie hier.

Für eine bessere Orientierung hat die KJK ein gänzlich neues Wegeleitsystem bekommen. Im Zuge der Umbenennung sind die Stationen logisch durchnummeriert worden. Die Allgemeinpsychiatrie hat die Stationen A1- A10, die Suchtklinik S1- S6, die Gerontopsychiatrie G1- G4 und die Forensik F 1-4.

Hier sehen Sie den Lageplan der Karl-Jaspers-Klinik. In der Legende befindet sich eine Übersicht der alten und neuen Namen.





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