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Karl-Jaspers-Klinik

Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Medizinischer Campus Universität Oldenburg, Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften

Die Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie hat sechs Stationen. Direktorin ist Prof. Dr. Alexandra Philipsen, die Inhaberin des Lehrstuhls für Psychiatrie und Psychotherapie der European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Station A 2

 Telefondurchwahl: 0441 / 9615 -302

Die Station A 2 ist eine allgemeinpsychiatrische Aufnahmestation mit dem Schwerpunkt der Akutbehandlung von depressiven und bipolaren Erkrankungen, Lebenskrisen und akuten Belastungsreaktionen.
Darüberhinaus bietet die Station die Behandlung von Angst- und Zwangserkrankungen. Die Aufnahme kann nach voriger Vereinbarung erfolgen. Es besteht auch die Möglichkeit der Sofortaufnahme.

Behandelt werden Menschen im Alter von 18 bis 65 Jahren im Einzel- und gruppentherapeutischen Setting. Es gibt 18 Behandlungsplätze.

Das individuelle Ziel der Behandlung wird mit dem Patienten erarbeitet und festgelegt. Ziele sind Linderung und Umgang mit den krankheitsbedingten Symptomen sowie die Stabilisierung des Gesundheitszustandes, um wieder am gesellschaftlichen und beruflichen Leben teilzunehmen.

Station A 7

Telefondurchwahl: 0441 / 9615 -433

Die Station A 7 ist eine allgemein-psychiatrische Aufnahmestation für Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 65 Jahren in akuten Krisensituationen oder mit akuten psychischen Erkrankungen.

Angeboten wird ein ruhiges therapeutisches Milieu mit zunächst stabilisierenden Behandlungselementen und individueller Behandlungsplanung, Kontaktaufnahmen mit den Weiterbehandlern nach Entlassung bzw. Weitervermittlung zu spezialisierten Therapieangeboten.

Die Station ist fakultativ geschlossen, so dass auch Menschen auf der Grundlage gesetzlicher Unterbringungsbeschlüsse behandelt werden können.

Das Team der Station achtet den erkrankten Menschen als selbstbestimmte Person mit ihrer individuellen Biografie, die auf Grund ihrer psychischen Situation Hilfe, Begleitung, Unterstützung und Pflege benötigt.

Zur stationären Behandlung gehören neben regelmäßigen Gesprächen mit den Therapeuten und Bezugspflegenden auch die medikamentöse Therapie und die Ergotherapie auf der Station. Weiterhin werden umfangreiche Angebote an kreativen Therapien vorgehalten: Poesie- und Bibliotherapie auf der Station, Bewegungs-, Kunst- und Theatertherapie in den entsprechenden spezialisierten Bereichen.

Station A 8

Telefondurchwahl: 0441 / 9615 -236

Auf der geschlossenen Station A 8 werden Patientinnen und Patienten im Rahmen von akuten Krisensituationen unterschiedlicher Ursachen aufgenommen.

Alle akuten psychiatrischen Störungen (Psychosen, Manien, Depressionen, Belastungsreaktionen) werden multiprofessionell durch ein differenziertes Therapieangebot (Gesprächs-, Pharmako-, Ergo-, Bewegungstherapie etc.) behandelt. Diagnostik und Therapie werden auf den individuellen Bedarf ausgerichtet und sollen der bestmöglichen Beschwerde- und Symptomlinderung dienen.

Dabei steht die Förderung von Selbsthilfekompetenz im Vordergrund. Angehörige werden z.B. durch psychoedukativ orientierte Angehörigengruppen mit einbezogen. Bei längerem stationären Behandlungsbedarf kann eine Verlegung auf eine weiterführende, offene Spezialstation erfolgen.

Im Sinne einer modernen Sozialpsychiatrie legen wir Wert auf die frühzeitige Zusammenarbeit mit unseren ambulanten Partnern, um die Schnittstelle zwischen stationärer und ambulanter Therapie für den Patienten möglichst unproblematisch zu gestalten und eine weiterführende Betreuung sicherzustellen.

 

Station A 9

Telefondurchwahl: 0441 / 9615 -360

Die Station A 9 ist eine Spezialstation zur Behandlung depressiver Störungen unterschiedlicher Ursache. Der Schwerpunkt der Behandlung ist psychotherapeutisch, es kommen aber auch andere biologische Behandlungsmethoden, wie z.B. Pharmakotherapie und Lichttherapie, zur Anwendung. Die Behandlung erfolgt nach einem gruppenorientierten multiprofessionellen Konzept. Es gibt unterschiedliche psychotherapeutische Schwerpunkte in Abhängigkeit von der Indikation. So werden tiefenpsychologisch fundierte und kognitiv-verhaltenstherapeutisch orientierte Therapien angeboten. Dementsprechend gibt es unterschiedliche psychotherapeutische Gruppenangebote, wie z.B. soziales Kompetenztraining, psychoedukative Gruppen und psychodynamisch orientierte Gruppentherapie.

Die Station A9 bietet eine integrierte Mutter-Kind-Einheit zur Behandlung von psychisch erkrankten Müttern mit ihren Säuglingen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Station A 10

Telefondurchwahl: Tel. 0441 / 9615-315

Auf der Station A 10 werden allgemeinpsychiatrisch zu behandelnde Patienten im offenen Stationskontext aufgenommen.

Behandlungsschwerpunkte sind Doppeldiagnosen mit Betonung der Psychose (Schizophrenie, bipolare Störungen) und Sucht, in Ausnahmefällen auch Depression und Sucht, Impulskontrollstörungen, z. B. bei emotional instabiler Persönlichkeitsstörung, ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität) und Borderlinestörung.

Wir bieten eine Diagnostik oder Krisenintervention bei ADHS und ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) und eine Diagnostik oder Krisenintervention bei Störungen aus dem Autismusspektrum.

 

Station S 1

Telefondurchwahl: 0441 / 9615-291

Die Station S1  bietet ein etabliertes Behandlungskonzept für Personen mit einer Borderline-Störung und Begleiterkrankungen an: die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT). Seit 2009 ist die Station S1 der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie eine zertifizierte DBT-Station nach den Richtlinien des Deutschen Dachverbandes DBT e. V. (DDBT).

Die DBT wurde von Marsha M. Linehan als störungsspezifisches Behandlungskonzept für emotional-instabile PatientInnen entwickelt. Sie umfasst ein strukturiertes gruppentherapeutisches Behandlungsangebot, welches eng mit der Einzeltherapie verzahnt ist.

Inhaltlich ist die DBT in 5 Bereiche aufgeteilt: 

• Förderung der Achtsamkeit/Aufmerksamkeitslenkung auf die Gegenwart 

• Umgang mit Stress und innerer Anspannung, Reduktion von Hochstressphasen

• Verbesserung der Wahrnehmung und Regulation von Gefühlen

• Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen

• Stärkung des Selbstwertes

Nach den Behandlungsleitlinien der führenden Fachgesellschaften (AWMF) ist die DBT derzeit die Behandlungsmethode der 1. Wahl und als Therapieverfahren derzeit wissenschaftlich am besten abgesichert („Goldstandard“).

ADHS im Erwachsenenalter - ADHS Sprechstunde

In unserer Spezialsprechstunde für Erwachsene mit AD(H)S bieten wir eine umfassende Differentialdiagnostik und Behandlung bei Verdacht auf ADHS an. Auch für die Reevaluation bei bestehender Diagnose stehen wir gerne zur Verfügung.

Nach Zuweisung durch einen ambulanten Kollegen wird für jeden Patienten zunächst ein individuelles Erstgespräch in unserer Ambulanz vereinbart. In diesem Erstgespräch wird mit dem behandelnden Arzt/Therapeuten gemeinsam entschieden, ob eine ADHS-Diagnostik zu jenem Zeitpunkt erfolgen kann. In der Regel ist mehr als ein Termin für die Diagnostik erforderlich. Wir nehmen uns gerne Zeit für Sie.

Anmeldungen gerne telefonisch unter der Nummer 0441-9615 1501 oder über adhs(at)kjk.de

Bitte beachten Sie!

Aufgrund der großen Nachfrage sind wir aktuell gezwungen eine Warteliste zu führen. Bitte haben Sie dafür Verständnis. Wenn Sie auf unsere Warteliste aufgenommen worden sind, werden wir Sie umgehend kontaktieren, sobald ein Behandlungsplatz frei geworden ist. Wir nehmen uns für alle Patienten Zeit.

 

Weitere Leistungen

Forschung

Als Universitätsklinik bieten wir unseren Patienten die Möglichkeit zur Teilnahme an verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen zu möglichen Ursache und Behandlungsmöglichkeiten psychischer Erkrankungen des Menschen. Interessenten erhalten nähere Informationen unter:

o adhs-studie@uni-oldenburg.de

o Tel.: 0441-9651-15-15 (Studientelefon)

Gruppentherapie

Darüber hinaus bieten wir ab Januar 2017 wieder unsere psychoedukative Gruppentherapie an. Hierfür können Sie sich separat von unserer Sprechstunde anmelden. Bitte beachten Sie, dass für eine Teilnahme an dieser Gruppentherapie die Diagnose AD(H)S im Erwachsenenalter bereits eindeutig gestellt sein muss. Hierzu bitten wir Sie uns einen dies entsprechend bescheinigenden Arztbrief vorab zukommen zu lassen.

Anmeldungen gerne telefonisch unter

o Tel.: 0441-9615 1501 oder über

o adhs(at)kjk.de

Selbsthilfegruppe

Durch den gemeinsamen Einsatz einiger ehemaliger Patienten und der betreuenden Ärztin Frau Lam hat sich eine ADHS-Selbsthilfegruppe für Patienten im Erwachsenenalter gegründet, welche sich alle vier Wochen in den Räumlichkeiten der Karl-Jaspers Klinik trifft. Sie soll betroffenen Erwachsenen die Möglichkeit zum regen Austausch bieten und wird von den Patienten selbst organisiert.

Bei Interesse melden Sie sich gerne unter adhs(at)kjk.de

Aktuelle deutschsprachige Publikationen zum Thema ADHS im Erwachsenenalter finden Sie hier:

Transition bei ADHS aus Sicht der Erwachsenenpsychiatrie -Symptomwandel und Komorbiditäten: http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs15202-016-1435-3

ADHS im Erwachsenenalter - Diagnostik und Therapie: https://www.karl-jaspers-klinik.de/Bildarchiv/Mediathek/s00115-015-4328-3_Alexandra-Philipsen@karl-jaspers-klinik-de.pdf

Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung im Erwachsenenalter -Therapie der ADHS unter Berücksichtigung psychotherapeutischer Studien: http://link.springer.com/article/10.1007/s15005-016-1587-x

Ambulante Sprechstunde für Privatpatienten/Selbstzahler

Ansprechpartnerin für eine Terminvereinbarung mit Frau Prof. Dr. Alexandra Philipsen: Frau Penning, Tel. (0441) 9615- 1501

Ansprechpartnerin für eine Terminvereinbarung mit Herrn Dr. Helge Müller (Leitender Oberarzt): Frau Kirchner, Tel. (0441) 9615- 1507

IHRE ANSPRECHPARTNER


Prof. Dr. Alexandra Philipsen
Direktorin der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Tel. (0441) 9615-1500
E-Mail
E-Mail Universität

Dirk Tenfelde
stellv. Pflegedirektor
Tel. (0441) 9615-457 (Sekr.-212)
E-Mail

Die European Medical School (EMS)

Beratung von Frauen und Müttern

Die KJK bietet die Möglichkeit der fachärztlichen psychiatrischen Unterstützung und Beratung  in allen Phasen der Schwangerschaft, Geburt und dem Wochenbett.

Bei Bedarf begleiten wir Sie bereits bei Planung einer Schwangerschaft (Kinderwunsch) bis zum Ende des ersten Lebensjahres Ihres Kindes. Die Unterstützung findet primär im ambulanten Setting statt, wenn notwendig, stehen stationär vier Betten auf unserer Mutter-Kind-Station zur Verfügung.

Mehr Informationen finden Sie im Flyer "Sprechstunde für psychische Probleme rund um die Geburt".

Norddeutscher Psychiatrieverbund

Der Norddeutsche Psychiatrieverbund ist ein Zusammenschluss von sieben Universitätspsychiatrien aus Norddeutschland. Weitere Informationen finden Sie hier.