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Spezialambulanz für schwer behandelbare Depressionen

WEN BEHANDELN WIR?

Eine Depression ist eine komplexe psychische und körperliche Erkrankung, welche sich unterschiedlich zeigt: Zumeist bestehen eine ausgeprägte Niedergeschlagenheit, fehlender Antrieb und eine durchgängige Freudlosigkeit. Es können darüber hinaus jedoch auch Schlafprobleme, Ängste, Konzentrationsprobleme, vegetative Symptome, Verlust des Selbstwerts oder starke Schuldgefühle auftreten. Depressionen sind häufiger als man denkt: Statistisch entwickelt ca. jeder fünfte Erwachsene im Leben einmal eine Depression.
Mittlerweile ist bekannt, dass eine Depression durch verschiedene genetische, körperliche, psychische oder soziale Ursachen entsteht. Das Zusammenwirken dieser verschiedenen Faktoren macht die Depression zu einem komplexen Störungsbild. Dies trägt dazu bei, dass sich die Behandlung von Depressionen als mitunter schwierig erweist.
In solchen Fällen von schwer behandelbaren Depressionen bietet unsere Spezialambulanz eine spezifische und auf modernsten Forschungserkenntnissen basierende Behandlung an. Wir behandeln sowohl Patient*innen, bei denen die bisherigen Behandlungsversuche erfolglos verliefen (mind. ein erfolgloser Versuch mit einem antidepressiven Medikament), wie auch Menschen, die erstmalig an einer Depression erkrankt sind.
Wir behandeln privat oder gesetzlich Versicherte sowie selbstzahlende Patient*innen.

WIE BEHANDELN WIR EINE DEPRESSION?

Wir sehen uns der personalisierten Psychiatrie verpflichtet. Dies bedeutet, dass wir Ihre Erkrankung genau untersuchen und ausgehend von diesen Befunden eine maßgeschneiderte Behandlung vorschlagen. Da eine Depression verschiedene Ursachen hat, ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine optimale antidepressive Behandlung auf verschiedenen Ebenen ansetzt. Konkret basiert die antidepressive Behandlung in unserer Ambulanz auf drei Therapiesäulen:

Moderne und individualisierte Psychopharmakotherapie

  • Wir bieten Ihnen eine für Sie passende und wirksame pharmakologische Behandlung an. Hierfür verwenden wir eine ausführliche pharmakogenetische Diagnostik, sodass wir schnell und verlässig die für Sie beste Medikation ermitteln und Sie mit dieser zielführend behandeln können.

Nicht-invasive Hirnstimulationsverfahren

  • Als Optionen bieten wir die Transkranielle Magnetstimulation (TMS) und die Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) an. Bei der TMS-Behandlung werden mittels einer auf den Kopf aufgelegten Spule elektromagnetische Impulse durch die Schädeldecke an die unterliegende Hirnregion abgegeben. Hierbei arbeiten wir mit Behandlungsprotokollen, welche den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechen. Auf der Basis einer MRT-Aufnahme kann überdies eine Ermittlung eines optimalen Stimulationspunkt erfolgen. Zukünftig werden wir zur Depressionsbehandlung auch die Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS) anbieten. Hierbei erfolgt über zwei Klebeelektroden eine milde Form der Gleichstrombehandlung, die genau wie die TMS keinerlei Schmerzen verursacht. Ähnlich wie die TMS verfolgt auch die tDCS das Ziel, vorn gelegene Hirnregionen sanft anzuregen, um Stoffwechsel- und Netzwerkstörungen in diesen Bereichen innerhalb weniger Tage zu normalisieren.


Psychotherapie

  • Eine begleitende psychotherapeutische Behandlung ist wichtig, um sich, seine Erkrankung und die Geschichte dahinter besser zu verstehen und entsprechende Veränderungen im Erleben und Verhalten in die Wege zu leiten. Wir bieten Ihnen daher eine auf die individuellen Erfordernisse und Bedürfnisse angepasste verfahrensübergreifende psychotherapeutische Einzelbehandlung an. Ergänzt werden diese durch psychotherapeutische Gruppenangebote (u.a. Psychoedukation, Entspannung, Achtsamkeit).

WAS SIND NICHT-INVASIVE HIRNSTIMULATIONSVERFAHREN?

Für Patient*innen, deren Depressionen nicht oder nur unzureichend auf eine medikamentöse oder psychotherapeutische Behandlung ansprechen, gibt es die Möglichkeit einer Behandlung mit Hirnstimulationsverfahren. Ähnlich wie die TMS verfolgt auch die tDCS das Ziel, vorn gelegene Hirnregionen sanft anzuregen, um Stoffwechsel- und Netzwerkstörungen in diesen Bereichen innerhalb weniger Tage zu normalisieren.
Für die Behandlung der Depression wird hierbei ein Areal im vorderen linken Bereich des Gehirns angeregt und so in seiner Aktivität verstärkt. Zum Einsatz kommen bei uns die Transkranielle Magnetstimulation (TMS) und Transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), es handelt sich hierbei um nicht-invasive Verfahren, welche lediglich mit einer aufgesetzten Spule bzw. aufgeklebten Elektroden auskommen und mittels kontrollierter Ströme die Hirnaktivität regulieren.
Im Rahmen unserer Forschungsaktivitäten kooperieren wir mit universitären Partnern im In- und Ausland, um unseren Patient*innen stets die neuesten und besten Errungenschaften auf dem Gebiet der antidepressiven Hirnstimulation anbieten zu können.

Wer sind wir?


Prof. Dr. Dr. René Hurlemann
Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Tel. (0441) 9615-1501 (Sekretariat)
E-Mail
E-Mail Universität

Kai Rettberg
Oberarzt
Tel. (0441) 9615-1501 (Sekretariat)
E-Mail

Hendrike Meyer
Oberärztin
Tel. (0441) 9615-1501 (Sekretariat)
E-Mail

Sebastian Spanknebel (M.Sc., M.A.)
Psychologe
Tel. (0441) 9615-1501 (Sekretariat)
E-Mail

Marc Onken
Psychologe
Tel. (0441) 9615-1501 (Sekretariat)
E-Mail

Wenn Sie sich für ein Beratungsgespräch anmelden möchten, kontaktieren Sie bitte das Sekretariat der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie und
vereinbaren einen Gesprächstermin.
(04 41) 96 15-1501
depressionsambulanz@kjk.de

Spezialambulanz

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