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Karl-Jaspers-Klinik

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Feierliche Grundsteinlegung

KJK investiert in die Zukunft und setzt Modernisierungsprozess fort

Mit einer feierlichen Grundsteinlegung hat die Karl-Jaspers-Klinik am Freitag den Start der Bauarbeiten für ihr bisher umfangreichstes Neubauprojekt eingeleitet. Rund 120 Gäste aus Politik und Medizin waren gekommen, um der Zeremonie beizuwohnen.

Bevor die symbolische Zeitkapsel mit Tageszeitung, Mitarbeiterzeitung, Jubiläumszeitschrift, Förderbescheid und Münzen versenkt und eingemauert wurde, sprachen der Aufsichtsratsvorsitzende der KJK, Jörg Bensberg, der Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Heiger Scholz, der Ärztliche Direktor der KJK Dr. Christian Figge, und der Architekt Armin Plischke von den PL Architekten Grußworte. Abschließend segneten die Seelsorger der KJK den Neubau als einen Ort der Genesung sowie alle am Bau Beteiligten.

„Nach der Eröffnung der ersten Jugendforensik Niedersachsens im Jahr 2016 und der Klinik für Psychosomatik 2017 in Westerstede legen wir heute den Grundstein für die bedeutendste Etappe im Modernisierungsprozess der KJK: Der Neubau des Hannah-Arendt-Hauses, der Aufnahme, Diagnostik, Information und Behandlungsstationen unter einem Dach vereinen wird, wird unverkennbar das neue Herzstück der KJK werden," so Aufsichtsratsvorsitzender Jörg Bensberg.

 

An der Nordseite des Klinikgeländes entsteht das neue Klinikgebäude, das auf zwei Etagen und auf insgesamt rund 12.800qm Fläche die Bereiche Aufnahme, Diagnostik, Behandlung und Information unter einem Dach vereinen wird. Der Eingangsbereich wird mit seiner lichtdurchfluteten Magistrale und den geplanten Sitzinseln Patienten und Besucher zum Verweilen einladen. Für die Patienten werden auf 8 Stationen mit je 18 Plätzen modern ausgestattete Ein- und Zweibettzimmer mit Bad vorgehalten. Jede Station verfügt über einen eigenen Außenbereich, Atrium oder Gartenanlage.

Die offene Architektur sowie die ringförmig angelegten Stationen unterstützen eine zeitgemäße medizinische und pflegerische Versorgung der Patienten.

Dringend erforderlich war der Neubau geworden, da ein in den 1950er Jahren errichtetes Klinikgebäude nicht mehr den Erfordernissen eines modernen Krankenhauses entspricht und die bisherigen räumlichen Kapazitäten nicht mehr ausreichen.

"Wir beschreiten in der Psychiatrie neue Wege, weg von Zwangsmaßnahmen und starker Reglementierung, hin zu größerer persönlicher Freiheit für die Patientinnen und Patienten. Diesem Gedanken trägt auch der Neubau der Karl-Jaspers-Klinik Rechnung. Die Architektur zeichnet sich durch kleine Behandlungsstationen und eine offene Gestaltung aus. Auch von der Vernetzung der Angebote innerhalb der Klinik profitieren die Patientinnen und Patienten," so Staatssekretär Heiger Scholz.

Im neuen Hannah-Arendt-Haus wird auf kurze Wege, vernetzte Strukturen, innovative Konzepte sowie auf hohen Komfort und attraktive Arbeitsbedingungen gesetzt. „Bei größtmöglicher Offenheit und Transparenz werden auch die in der Psychiatrie notwendigen Sicherheitsaspekte berücksichtigt. Damit schaffen wir die Grundlage, auch in Zukunft psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung auf höchstem Niveau gewährleisten zu können – dies ist gerade in Krisensituationen enorm wichtig" erläutert der Ärztliche Direktor Dr. Christian Figge. Architekt Armin Plischke prognostiziert dem Neubau eine wohltuende Balance von beschützender und zugleich offener Atmosphäre, die neuen Räumlichkeiten böten viel Platz für Begegnung und Therapie.

Insgesamt liegen die Arbeiten im Zeitplan, im Frühjahr 2020 soll der Rohbau fertiggestellt werden und 2021 ist die Eröffnung des 35 Millionen Euro Neubaus geplant.

Über das Land Niedersachsen erfolgt eine Förderung in Höhe von 4,8 Millionen Euro.

Sogar der erste Umzug ist bereits durchgeführt: Da sich das Gelände des Neubaus auf dem bisherigen Areal der Wildschweine, Schafe, Esel und Ponys der KJK befindet, durften zunächst die Tiere ihr vergrößertes neues zu Hause im angrenzenden Wald- und Wiesenstück beziehen.

Die Karl-Jaspers-Klinik ist ein Krankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik und gehört zum Medizinischen Campus der European Medical School (EMS). Außerdem ist die KJK Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Oldenburg und gehört mit ihren rund 1.000 Mitarbeitern zu einem der größten Arbeitgeber der Region.

Meldung vom 19.10.2018
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(von links): Armin Plischke, Dr. Christian Figge, Staatssekretär Heiger Scholz, Axel Weber, Jörg Bensberg, Seelsorgeteam der KJK.
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