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Karl-Jaspers-Klinik

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Suchtmedizinischer Nachmittag

Am 05.12.2018 fand von 13.00 Uhr bis 19.00 Uhr ein „Suchtmedizinischer Nachmittag", organisiert durch die Klink für Suchtmedizin, im Festsaal der Karl-Jaspers-Klinik statt. Der Suchtmedizinische Nachmittag war einerseits Bestandteil unseres fachärztlichen Weiterbildungscurriculums, gab aber auch interessierten niedergelassenen Kollegen und Kolleginnen sowie Kooperationspartnern im „Netzwerk Sucht" Gelegenheit, sich weiterzubilden und berufliche wie persönliche Kontakte zu pflegen. Das Interesse der regional und überregional in der Suchtmedizin Tätigen war sehr groß, wir durften über 130 Teilnehmer begrüßen.

Zu Beginn der Veranstaltung gaben Herr Prof. Dr. Zimmermann und Herr Oberarzt Dr. Shabarin einen Überblick über Phänomenologie, Diagnostik und vor allem Therapie der Alkoholabhängigkeit mit besonderer Berücksichtigung der konkreten Angebote der Karl-Jaspers-Klinik. Ergänzend dazu haben dann Herr PD Dr. Kappler und Frau Dr. Reichwein-Kappler aus Leverkusen die biologischen Aspekte der Abhängigkeit, insbesondere der Alkoholabhängigkeit, vertieft, indem sie die Pathobiochemie und Neurobiologie alkoholbezogener Störungen erläutert und Informationen zum rationellen Einsatz von Labormarkern bei der Diagnostik und Therapie dieser Störungen gegeben haben, die insbesondere für die ärztlichen Praktiker von großem Interesse waren.

Nach einer u. a. für den intensiven Austausch genutzten Kaffeepause hat Herr Prof. Preuss, ein bundesweit anerkannter Spezialist auf diesem Gebiet, die Problematik des Cannabismissbrauches und der Abhängigkeit von Cannabis dargestellt; er hat aber auch die Chancen und Risiken der neuerdings unter bestimmten Bedingungen zugelassenen medizinischen Cannabinoid-Therapie aufgezeigt.

Das Thema „Komorbidität von Schizophrenie und Sucht" spielt im therapeutischen Alltag der Karl-Jaspers-Klinik und anderer Suchtkliniken eine große Rolle, es wurde von Herrn Prof. Reimer aus Bremen in Bezug auf wissenschaftliche, aber auch auf praktische therapeutische Aspekte fachkundig referiert. Der abschließende Vortrag über Opiatabhängigkeit unseres Leitenden Oberarztes Carsten Weber war trotz seiner historischen und wissenschaftlichen Fundierung für unsere praktische klinische Tätigkeit von großer Relevanz, so dass die Aufmerksamkeit der immer noch zahlreichen Zuhörer auch am Ende dieses langen, aber vielseitigen und lehrreichen Nachmittages gesichert war.

Der abschließende Imbiss war für Referenten und Teilnehmer hochverdient und brachte diese noch einmal neben dem bereits festlich geschmückten Weihnachtsbaum zum adventlichen Austausch zusammen.

Meldung vom 11.12.2018
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Referenten (von links):C. Weber, Prof. J. Zimmermann, Prof. J. Reimer, Dr. R. Reichwein-Kappler, Dr. J. Kappler, Prof. U. Preuss
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