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Karl-Jaspers-Klinik

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Neue Klinik für Psychosomatik ab 2016

Neue Fachklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Karl-Jaspers-Klinik und Bundeswehrkrankenhaus Westerstede kooperieren – Vertragsunterzeichnung am Montag, 16.09.13 – Eröffnung voraussichtlich 2016

 (Bad Zwischenahn, 16.09.13) Die Karl-Jaspers-Klinik (KJK), Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie, errichtet eine Fachklinik für Psychosomatik und Psychotherapie auf dem Gelände der Ammerland-Klinik in Westerstede. Kooperationspartner für die 30-Betten-Fachklinik ist die Bundeswehr, die weitere zehn Betten für die stationäre Behandlung von Soldaten mit Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) und anderen psychosomatischen Krankheiten nutzen wird. Am Montag, 16.09.13, wird der Vertrag zwischen KJK und Bundeswehr unterzeichnet. An der Unterzeichnung nehmen neben Verantwortlichen der KJK der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung Thomas Kossendey sowie hochrangige ärztliche Vertreter der Bundeswehr, und der Ammerländer Landrat Jörg Bensberg teil. Bundesweit ist es die erste Kooperation dieser Art zwischen der Bundeswehr und einem psychiatrischen Krankenhaus.

 Geschäftsführer Axel Weber sagt: „Für die KJK ist die Errichtung der neuen Fachklinik ein großer Erfolg in Richtung Weiterentwicklung als Kompetenzzentrum für seelische Gesundheit. Wir werden die Versorgungslücke für Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen im Nordwesten im Rahmen unserer Regelversorgung schließen. Nach mehreren Jahren Planung können wir nun die Kooperationsvereinbarung mit der Bundeswehr unterzeichnen. Wir freuen uns auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit.“

 Thomas Kossendey bekräftigt: „Der heutige Tag ist ein Meilenstein, für dessen Vorbereitung viele Menschen intensiv gearbeitet haben. Dafür danke ich, insbesondere im Namen unserer Soldatinnen und Soldaten. Für sie ist das Bewusstsein, dass ihnen im Falle von Verletzungen eine hochprofessionelle Behandlung zuteil wird, sehr wichtig. Das gilt auch und gerade dann, wenn die Verletzungen nicht körperlicher, sondern seelischer Natur sind. Die Kooperation zwischen der Bundeswehr und der Karl-Jaspers-Klinik wird in Zukunft ein wichtiger Eckpfeiler auch bei der Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen sein.“

 Die neue Fachklinik soll 2016 in Betrieb genommen werden. Der externe Standort bei der Ammerland-Klinik Westerstede bietet mehrere Vorteile, darunter eine Vernetzung mit dem Bundeswehrkrankenhaus Westerstede, den somatischen Fachrichtungen der Medizin und einen Brückenschlag zur Akzeptanz von psychischen Erkrankungen. „Zudem werden wir als Arbeitgeber noch attraktiver, wir behandeln neue Krankheitsbilder mit vielen Möglichkeiten und schaffen neue Arbeitsplätze“, so Weber.

 Das Niedersächsische Gesundheitsministerium hatte 2010 in der Versorgungsplanung festgestellt, dass im Einzugsgebiet der Karl-Jaspers-Klinik mit rund 900.000 Einwohnern circa 1125 Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen einen Behandlungsbedarf haben. Mit den neuen 30 Betten können circa 22 Prozent des Versorgungsbedarfes abgedeckt werden. Der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen kommt eine immer höhere Bedeutung zu.

 Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist die Richtung der Medizin, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen geistig-psychischen und biologisch-körperlichen Vorgängen beschäftigt. Dazu zählen u.a. Angststörungen, depressive Störungen, Essstörungen, Posttraumatische Belastungsstörungen, Schmerzsyndrome sowie Störungen der Krankheitsverarbeitung bei chronischen Erkrankungen. Wichtigstes Behandlungsinstrument ist die Psychotherapie. Hinzu kommen begleitende Therapien wie Musik-, Kunst-, Tanz- und Sporttherapie, Ernährungslehre u.a.

 Gegenstand des Kooperationsvertrages zwischen KJK und Bundeswehr ist auch die Aus-, Fort- und Weiterbildung des ärztlichen und nicht-ärztlichen Personals der Bundeswehr in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Die Karl-Jaspers-Klinik erwirbt die Weiterbildungsermächtigung für den Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

An der European Medical School Oldenburg /Groningen richtet die Karl-Jaspers-Klinik eine Stiftungsprofessur für Psychosomatik und Psychotherapie ein, um die aktuelle Forschung und den Aufbau von ärztlichem Nachwuchs sicherzustellen.

 Die Karl-Jaspers-Klinik hat aktuell 581 Betten in vier Kliniken: Allgemeinpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Suchtmedizin und Forensik. Hinzu kommen fünf Tageskliniken in Bad Zwischenahn, Westerstede, Delmenhorst, Cloppenburg und Brake. Die KJK beschäftigt mehr als 850 MitarbeiterInnen.

Zum Versorgungsgebiet der Karl-Jaspers-Klinik gehören sechs Landkreise (Wittmund, Wesermarsch, Ammerland, Oldenburg, Vechta und Cloppenburg) sowie die Städte Oldenburg und Delmenhorst.

 

Meldung vom 16.09.2013
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Geschäftsführer Axel Weber (rechts) und Oberstarzt Dr. Matthias Grüne unterschrieben im September 2013 den Kooperationsvertrag zwischen KJK und Bundeswehr zur Errichtung der neuen Klinik. Foto: Wündisch-Konz
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