Aktuelle Besuchsregelung (gültig ab dem 12.09.2022):

Besuche von Patient:innen in der KJK sind unter folgenden Voraussetzungen möglich:

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„Berliner Erklärung zu Klimawandel und psychischer Gesundheit“ der DGPPN

Mit dem Thema „Klimawandel und Psyche" hat sich auf Initiative der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V.) eine Task-Force mit den Zusammenhängen von Klimawandel und psychischer Gesundheit sowie den Handlungsmöglichkeiten der Psychiatrie auseinandergesetzt und diese in einem umfassenden Positionspapier zusammengefasst. Beteiligt an der Task-Force sind u.a. Prof. Dr. Dr. René Hurlemann, Direktor der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Karl-Jaspers-Klinik, sowie Dr. Nina Marsh, Leiterin der Forschungsgruppe „Social Neuroscience" der Karl-Jaspers-Klinik.

Veröffentlicht wurde von der DGPPN nun die „Berliner Erklärung zu Klimawandel und psychischer Gesundheit" sowie das Positionspapier „Klimawandel und psychische Gesundheit".

Gefühle wie Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit, Schuld, Wut, Sorge, Angst und Panik in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels führen nicht nur bei Menschen mit psychischen Erkrankungen, sondern in der gesamten Bevölkerung zu neuen psychologisch-psychiatrischen Syndromen. „Solastalgie" bezeichnet die Trauer angesichts der Umweltzerstörung der Heimat. „Klimaangst" speist sich aus der Ungewissheit, ob, wann und auf welche Art man direkt von den Folgen des Klimawandels betroffen sein wird.

Menschen mit psychischen Erkrankungen sind besonders vulnerabel für die Folgen des Klimawandels. Deshalb fordert die Task-Force u.a. die Entwicklung von Versorgungskonzepten der Psychiatrie, die nachhaltig sind und dem steigenden und sich verändernden Bedarf gerecht werden.

Beide Veröffentlichungen sind über eine neu eingerichtete Schwerpunktseite „Klima und Psyche" auf der DGPPN-Webseite zu erreichen. Dort kann man die „Berliner Erklärung" direkt digital mitzeichnen: https://dgppn.de/schwerpunkte/klima-und-psyche.html

Mitglied der Task-Force "Klimawandel und Psyche": Prof. Dr. Dr. René Hurlemann
Dimensionen der Psychopathologie

Am 16.11.2022 fand das Symposium „Dimensionen der Psychopathologie" der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie im Festsaal der Karl-Jasper-Klinik statt. Frau Dr. Kleinschmidt stellte als Gastgeberin die Bedeutung der Psychopathologie als Grundlagendisziplin der Fächer Psychiatrie und Psychotherapie, der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie und der Psychologie heraus. Drei ausgewiesene Experten schlugen dann in ihren Vorträgen einen Bogen von der sys­tematischen Erfassung individueller psychopathologischer Phänomene (Prof. Dr. Markus Jäger) über die verstehende Psychopathologie von Karl-Jaspers, die übergeordnete Sinnzusammenhänge erfasst (Prof. Dr. Matthias Bormuth) bis zur relatio­nalen Perspektive bzw. der Pathologie der Beziehungen und des Lebensraumes (Prof. Dr. Thomas Fuchs). Im voll besetzten Festsaal wurden die Vorträge von erfahrenen Kliniker:innen aber auch von Medizin- und Philosophiestudierenden interessiert aufgenommen und es wurden die unterschiedlichen Rollen der Patienten, der Untersucher und die Bedeutung des Körpererlebens- und Ausdrucks im Zusammenhang mit der psychopathologischen Befunderhebung lebhaft diskutiert.

Die Veranstaltung in der Karl-Jasper-Klinik fand in Kooperation mit der Karl-Jaspers Gesellschaft statt – am Abend zuvor hatte Herr Prof. Dr. Thomas Fuchs dort, ebenfalls vor vollem Haus, schon einen Vortrag gehalten.

von links: Prof. Dr. Matthias Bormuth, Dr. Silke Kleinschmidt, Prof. Dr. Markus Jäger, Prof. Dr. Thomas Fuchs
Dankeschön Annette Claßen

Feuchte und lachende Augen gab es viele gestern im Festsaal der KJK – zahlreiche Kolleginnen und Kollegen verabschiedeten sich von Anette Claßen, die aus privaten Gründen die KJK verlässt und nach Hamburg wechselt.

Knapp sieben Jahre leitete die geschätzte Klinikdirektorin die Klinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Karl-Jaspers-Klinik.

Ein kleines Festkomitee aus der Forensik gestaltete im feierlichen und gewohnt humorvollen Rahmen eine sehr herzlichen Feierstunde. „Immer hatten Sie Ihre Patienten und Mitarbeiter, die Forensik und die KJK im Blick. Ihre Fachlichkeit, Ihre Entscheidungsstärke, Ihre zugewandte Art die Dinge anzugehen und zu diskutieren, Ihre Persönlichkeit und Ihr Humor werden mir und der KJK fehlen", bedankte sich Geschäftsführer Michael Poerschke für die gemeinsame Zeit.

Frau Claßen selbst betonte, wie schwer es ihr falle, das Team der KJK zu verlassen und gab einen Rat zum Abschied mit auf den Weg: Ein besonderer Schatz in der KJK seien, das könne sie aus dem engen Kontakt zu anderen Kliniken beurteilen, unser Teamgeist und unsere Kommunikationskultur. Dieser Stärken sollten wir uns bewusst sein und sie stetig pflegen.

„Wir verabschieden Sie mit einem lachenden Auge, das Ihnen für die nächsten Schritte viel Erfolg und alles Gute wünscht und einem weinenden Auge, das Sie gerne im Team behalten hätte", so Poerschke.

Bis die Nachfolge durch das Land Niedersachsen endgültig geregelt ist, wird Frau Hackenbroch-Hicke, Leitende Oberärztin der Klinik für Forensik und Ärztliche Leiterin der Jugendforensik,  zunächst stellvertretend die Leitungsaufgaben der Forensik übernehmen.

Klinikdirektorin Annette Claßen
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